Krieg im Nahen Osten

Die Eskalation des Krieges im Nahen Osten hat eine Krise ausgelöst, die über die Energiemärkte hinausgeht. Globale Luftfrachtwege sind von Störungen betroffen, was den Transport medizinischer Produkte beeinträchtigt. Begrenzte alternative Routen, eine hohe Importabhängigkeit und die Konzentration der pharmazeutischen Produktion erschweren zusätzlich die Beschaffung, treiben die Preise in die Höhe und wirken sich auf die öffentliche Gesundheit aus. Um demokratische Rechenschaftspflicht, Transparenz und einen gleichberechtigten Zugang zu lebenswichtigen Arzneimitteln sicherzustellen, möchte ich folgende Fragen stellen:

  • Kann die Kommission detaillierte und aktuelle Informationen über Engpässe bei medizinischen Produkten sowie über entsprechende Preisentwicklungen in den Mitgliedstaaten und auf EU-Ebene bereitstellen?
  • Kann die Kommission detaillierte Informationen über die Bestände an medizinischen Produkten bereitstellen, die im Rahmen von HERA1 gelagert und beschafft wurden, einschließlich ihrer Herkunft und der vertraglichen Rahmenbedingungen für ihren Erwerb?
  • Welche sofortigen und präventiven Maßnahmen werden in Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten ergriffen, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, Preissteigerungen zu verhindern und möglichen Verzerrungen im Binnenmarkt entgegenzuwirken – einschließlich, falls angemessen, der Nutzung gemeinsam beschaffter und gelagerter medizinischer Produkte, um Preise zu kontrollieren und den Zugang zu erschwinglichen Arzneimitteln sicherzustellen?

Die Anfrage finden Sie hier.

Die Antwort lesen Sie hier auf der Parlamentsseite.

  1.  Die Beschaffung und Bevorratung medizinischer Gegenmaßnahmen (MCMs) stellen einen zentralen Bereich innerhalb des Mandats der Europäischen Behörde für die Krisenvorsorge und -reaktion bei gesundheitlichen Notlagen (HERA) dar. ↩︎