Anfrage zur schriftlichen Beantwortung an die Kommission
Friedrich Pürner (NI)
Die Sicherheit von Kindern im Internet ist ein wachsendes Problem. Die EU-Politik stützt sich nach wie vor auf Risikorahmen, Zugangsregeln, Verbote und andere Kontrollmechanismen. Es gibt Belege dafür, dass Beschränkungen, Verbote und Überwachung unwirksam und sogar kontraproduktiv sind. Die Anwendung derselben Beschränkungen auf sehr unterschiedliche Technologien und auf Kinder in unterschiedlichem Alter und in unterschiedlichen Entwicklungsstadien kann das Vertrauen schwächen, die Rechte und die Handlungsfähigkeit von Kindern einschränken und den digitalen Konsum in andere Sphären verlagern.
Bei einer evidenzbasierten Agenda würden 1) wissenschaftliche Instrumente zur Bewertung und Verbesserung der Gestaltungsmöglichkeiten genutzt, 2) die Risiken antizipiert und Kindersicherheit als proaktive Designherausforderung behandelt und 3) präventive Leitplanken errichtet, die Kinder geschützt und gleichzeitig ihre Rechte, ihre Handlungsfähigkeit und ihr Wohlergehen unterstützt.
- Erwägt die Kommission, gemeinsam mit den Mitgliedstaaten einen proaktiveren und systematischeren Ansatz zu verfolgen und Kinder als aktive Teilnehmer anzuerkennen?
- Erwägt die Kommission, die Politik an Nachweise zur Unterstützung der Rechte, der Sicherheit und des Schutzes der Privatsphäre durch Technikgestaltung anzugleichen, wie dies in internationalen Rechtsinstrumenten zum Ausdruck kommt?
- Erwägt die Kommission, die Unterstützung für disziplinäre und interdisziplinäre Forschung zu verstärken, um Lücken im Verständnis der Wechselwirkungen zwischen Risiken, Chancen und digitalen Umgebungen zu schließen?
Die Anfrage wurde hier veröffentlicht