Schreiben an das Auswärtige Amt zum Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig/Halle

Am 2. September 2026 ging ein Schreiben an Bundesaußenminister Dr. Johann Wadephul mit der Bitte um Aufklärung über die Grundlagen der Aussagen der Bundesregierung zum versuchten Drohnenanschlag vom 4. August am Flughafen Leipzig/Halle.

Die Bundesregierung macht Russland für den Vorfall verantwortlich und kündigte darauf gestützt weitere Sanktionen an. Bundesaußenminister Wadephul bezeichnete Deutschland zudem als „Kriegsziel" Russlands und erklärte, das Land sei bereits Ziel russischer Angriffe gewesen und werde es auch künftig sein.

Im Schreiben werden unter anderem folgende Fragen aufgeworfen:

  • Auf welcher konkreten Tatsachengrundlage beruht die Aussage, Deutschland sei ein „Kriegsziel" Russlands?
  • Welche tatsächlichen, technischen, kriminalistischen oder nachrichtendienstlichen Erkenntnisse stützen die Einschätzung, dass Deutschland bereits Ziel russischer Angriffe war und auch künftig Ziel weiterer solcher Angriffe sein wird?
  • Auf welche konkreten Beweise stützt sich die Schlussfolgerung, dass es sich um eine russische Drohne beziehungsweise um eine im russischen Auftrag durchgeführte Operation handelte?
  • Welche technischen oder forensischen Untersuchungen wurden an der Drohne, den Bauteilen, dem Sprengstoff und dem Zünder durchgeführt?
  • Welche Merkmale oder Tatmuster wurden festgestellt, die eine Zuordnung zu Russland ermöglichen?
  • Wurden bestimmte Bauteile, Seriennummern, Kommunikationsdaten oder andere technische Spuren identifiziert, die direkt oder indirekt auf russische Stellen hinweisen?
  • In welchem Umfang wurden alternative Erklärungen oder andere mögliche Täter geprüft und ausgeschlossen?
  • Gibt es Untersuchungsberichte, Gutachten oder andere Dokumente, die der Öffentlichkeit als Beweis für einen russischen Angriff vorgelegt werden können?

Den Originalbrief finden Sie hier.

Brief Auswärtiges Amt