Pressemitteilung von Dr. Friedrich Pürner
Von Beitrittsversprechen bis zu Hilfsmilliarden aus Brüssel: Beim heutigen Ratsgipfel haben sich die EU-Spitzen erneut hinter die Ukraine und Präsident Wolodymyr Selenskyj gestellt. Bis zum Jahresende sollen alle Verhandlungscluster über einen EU-Beitritt der Ukraine geöffnet werden - dies sagten Kommissionspräsidentin von der Leyen und Ratspräsident Costa am Rande des EU-Gipfels zu.
Der bayrische Europaabgeordnete Dr. Friedrich Pürner warnt vor Naivität und falschen Hoffnungen auf beiden Seiten:
„Es ist kein Geheimnis: Präsident Selenskyj braucht frohe Botschaften, um die vom Krieg erschöpften Ukrainer hinter sich zu halten. Aber: Eine Mitgliedschaft in der Europäischen Union ist kein Willkommensgeschenk für Gipfelgäste in Brüssel. Während Montenegro nach über 14 Jahren Beitrittsverhandlungen erneut vertröstet wird, kann sich Duzfreund Selenskyj wieder einmal über eine Sonderbehandlung freuen.“
Im Blick auf Militärhilfen aus den USA und der EU warnt der parteilose MdEP Pürner:
„Blauäugiges Vertrauen ist in diesem Krieg fehl am Platz. Der Blick in Richtung USA sollte uns eine Mahnung sein: Über 70 Milliarden US-Dollar an Kriegshilfen nahm Präsident Selenskyj gerne an. Die aktuellen Bitten der US-Regierung, russische Ölraffinerien nicht länger zu bombardieren sind dagegen unerwünscht. ‚Sie werden sehen, was passiert‘, war die einzige Entgegnung des EU-Partners Selenskyj beim Brüsseler Gipfel. Ein Weg in Richtung Deeskalation und Dialog sieht anders aus.“
Brüssel, 16.10.2026