Was hat der Krieg im Nahen Osten mit Medikamenten zu tun?

Anfrage mit Vorrang zur schriftlichen Beantwortung an die Kommission
Friedrich Pürner (NI)

Die Eskalation des Krieges im Nahen Osten hat eine Krise ausgelöst, die über die Energiemärkte hinausgeht.
Globale Luftfrachtwege sind von Störungen betroffen, was den Transport medizinischer Produkte beeinträchtigt. Begrenzte alternative Routen, eine hohe Importabhängigkeit und die Konzentration der pharmazeutischen Produktion erschweren zusätzlich die Beschaffung, treiben die Preise in die Höhe und wirken sich auf die öffentliche Gesundheit aus.

Um demokratische Rechenschaftspflicht, Transparenz und gleichen Zugang zu lebenswichtigen Arzneimitteln sicherzustellen, möchte ich folgende Fragen stellen:

  1. Kann die Kommission detaillierte und aktuelle Informationen über Engpässe bei medizinischen Produkten sowie über entsprechende Preisentwicklungen in den Mitgliedstaaten und auf EU-Ebene bereitstellen?
  2. Kann die Kommission detaillierte Informationen über die Bestände an medizinischen Produkten, die im Rahmen von HERA1gelagert und beschafft wurden, einschließlich ihrer Herkunft und der vertraglichen Rahmenbedingungen für ihren Erwerb, bereitstellen?
  3. Welche sofortigen und präventiven Maßnahmen werden in Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten ergriffen, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, Preissteigerungen zu verhindern und möglichen Verzerrungen im Binnenmarkt entgegenzuwirken – einschließlich, falls angemessen, der Nutzung gemeinsam beschaffter und gelagerter medizinischer Produkte, um Preise zu kontrollieren und den Zugang zu erschwinglichen Arzneimitteln sicherzustellen?